Abschied von der AfD

Bei der gestrigen Elefantenrunde beklagte nach ca. drei viertel der Zeit der CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann, dass hier nur über die AfD debattiert werden würde, schließlich haben 87% der Wähler diese Partei nicht gewählt. Wie in den letzten Monaten genieße diese Partei eine Aufmerksamkeit, die ihrer Bedeutung in keiner Weise gerecht wird und man müsse sich schon fragen, wie die Medien durch diese Form der Berichterstattung erst diesen Aufstieg ermöglicht haben.

Ich muss gestehen, dass sich auch in diesem Blog bereits zwei Artikel mit der AfD in der einen oder anderen Weise auseinandersetzen. Also trage auch ich zu diesem unnatürlichen Hype bei, unnatürlich, weil irgendwelche relevanten Beiträge der AfD zu den Problemen unseres Landes nicht so recht sichtbar geworden sind.

Zu meiner Entschuldigung kann ich in Bezug auf meine beiden AfD-lastigen Beiträge sagen, dass es hier eigentlich nicht um die AfD oder um Herrn G. ging, sondern einerseits um die Unfähigkeit einer Interviewerin sich auf einen Politprofi ausreichend vorzubereiten und um die Unfähigkeit unserer Presse oder der anderen Parteien eine kritikwürdige Äußerung einer ansonsten seriösen SPD-Politikerin unkommentiert zu lassen und sie dann Monate später der AfD zum Fressen zu geben. Das sind natürlich alles nur müde Ausreden, auch ich habe mit meinem Beiträge zu diesem Hype auf diese oder andere Weise beigetragen. Ich will abschwören und von der AfD mit diesem Artikel bereits jetzt Abschied nehmen, da sie wohl kaum diese Legislaturperiode ohne schweren Schaden zu nehmen, überstehen wird. Nein, noch ein Wort, es geht nicht anders: Von Herrn G. lasse ich mich nicht heim ins Reich holen, auch wenn diese unsägliche Drohung in unseren Öffentlichen unentwegt wiederholt wurde.

Aber noch ein Wort zu den Moderatoren der Elefantenrunde. Sie waren enttäuschend. Immer wieder versuchten sie durch Personalfragen, die zu diesem Zeitpunkt völlig uninteressant waren und natürlich auch von keinem ernsthaft beantwortet werden wollten und konnten, vielleicht Leben in die Bude zu bringen, obwohl eigentlich genug Leben vorhanden war. Diese dämlichen Fragen haben nur gestört und die Debatte in keiner Weise befruchtet. Glücklicherweise sind sie in ihrer Abschlussfragerunde von dieser Strategie abgegangen und haben dort interessante und sachbezogene Fragen gestellt. Warum nicht durchgängig so?

Ein Gedanke zu „Abschied von der AfD“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*